Halloween – Was dahinter steckt …

Gruselige Gestalten, dunkle Nächte, Kürbisse mit aufgerissenen Fratzen. Keine Frage: Halloween steht vor der Tür! Eine gute Gelegenheit um bei den Nachbarn in mittelmäßigen Kostümen Süßigkeiten abzustauben oder einfach gemütlich ein paar Horrorfilme anzuschauen. In den Supermärkten gibt es schon die ersten Halloween Süßigkeiten, orangene Oreos neben Totenkopf-Lakritzen, und die Einkaufszentren sind mit Spinnenweben und Plastik-Kürbissen geschmückt. Wirklich gruselig ist das ganze ja nicht mehr, aber wie hat es eigentlich begonnen?

Hier ein kleiner Überblick über die Entstehungsgeschichte von Halloween:

Namensbedeutung:

Einigermaßen sicher ist: der Name Halloween leitet sich von dem christlichen Feiertag „All Hallows Eve“ ab, dem Abend vor „All Hallows Day“, zu deutsch: Allerheiligen am 1.November, ähnlich wie der „Christmas Eve“ am Tag vor Weihnachten.

Geschichte:

Die Wurzeln des Gruselfestes liegen tief vergraben im alten Irland und auch wenn es viele Theorien rund um die Entstehung des Festes gibt, wirklich einig, wie alles begonnen hat, ist sich heute niemand mehr. Am wahrscheinlichsten ist es, dass sich über die Jahrhunderte hinweg verschiedene Sagen und Bräuche vermischt haben und daraus unser heutiges Halloween geworden ist. Trotzdem gibt es unzählige Ansätze in unserer Geschichte, die in Verbindung mit dem Gruselfest stehen könnten.

Verkleiden:

Die populärste aller Theorien, beruht auf dem keltischen Fest „Samahain“. Dies ist eigentlich ein Fest zur Verabschiedung des Sommers, welches schon 500 Jahre vor Christus, immer am keltischen Nationalfeiertag gefeiert wurde. Die Kelten glaubten, der Sommer sei die Zeit des Lebens und der Winter die Zeit des Todes. Einer Sage zufolge heißt es,  dass an diesem Tag, dem 31. Oktober,  das Reich der Lebenden und das der Toten zwischen Dunkelheit und Nebel aufeinander treffen. Die Grenzen der Welten verwischen, werden unklar und in ihrer Verzweiflung versuchen die Toten Besitz von den Seelen der Lebenden zu ergreifen, um sich ein schönes Leben nach dem Tod zu sichern. Damit den noch Lebenden dieses Leid erspart wird, mussten sie sich schützen. Entweder verkleideten sie sich ebenfalls als Tote oder sie verstecken sich, um den Tod zu überlisten.

Kürbisse:

Doch neben den Verkleidungen, sind auch Kürbisse fester Bestandteil der Halloween Tradition. Und auch die Wurzeln dieses Brauches liegen vermutlich in Irland. Dort soll einer Sage nach ein gewisser Jack Oldfield gelebt haben, der schon zu Lebzeiten einige Streitereien mit dem Teufel gehabt haben soll. Nach seinem Tod kam Jack Oldfield aufgrund seiner Taten nicht in den Himmel, doch auch der Teufel wollte ihn nicht bei sich in der Hölle haben. Von da an musste Jack durch endlose Dunkelheit wandern, doch der Teufel war so gütig, ihm noch eine Rübe mit glühenden Kohlen zu geben, die ihm Licht in der Dunkelheit spenden sollte. Der Kürbisbrauch beruht also eigentlich auf einer Rübe, doch als der Brauch sich auch in den USA ausbreitete, höhlte man dort lieber Kürbisse aus, da diese in großen Mengen zur Verfügung standen. Die Tradition, auch noch gruselige Fratzen in die Kürbisse zu schnitzen, entstand erst später, um mit den verzogenen Gesichtern Geister abzuschrecken.

Süßigkeiten:

Auch zu der Frage, warum an diesem Abend so viele Süßigkeiten gegessen werden und viele Kinder und Jugendliche von Haus zu Haus gehen, gibt es verschiedene Erklärungen. Eine diese Erklärungen beruft sich auf das mexikanische Fest „Tag der Toten“ am 1.November, bei dem Familien ihre verstorbenen Angehörigen besuchen. So ziehen sie mit Schnaps und leckerem Essen auf den Friedhof und feiern bei den Gräbern ein Fest. Daraus könnte sich der Brauch mit den Süßigkeiten abgeleitet haben.

Verbreitung:

Im 19. Jahrhundert sind viele Iren, die Nachfahren der Kelten, nach Amerika gezogen und haben ihre Kultur dorthin mitgebracht. Über die Zeit hinweg hat sich das Fest immer weiter verändert und verbreitet, schließlich auch nach Deutschland. So feiert jeder dieses Fest ein wenig anders und wirklich einig, wie „das Grauen“ entstanden ist, ist sich auch niemand. Aber das macht das ganze doch nur noch geheimnisvoller und spannender, oder?

Unabhängig von der Entstehung wünschen wir euch ein schön schauriges Halloween!

Über pennylane

Die Penny Lane ist die Schülerzeitung des John-Lennon-Gymnasiums. Aktuelle Artikel gibt es immer online und mehrfach im Schuljahr als gedruckte Ausgabe.

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