Satanismus: Sekte oder Selbstfindung?

Satanismus wird oft mit schlechten Leuten und Sekten verbunden. Aber ist das wirklich wahr?

Man unterscheidet hauptsächlich den modernen, oft atheistischen Satanismus (z.B. Church of Satan) vom seltenen, traditionellen/theistischen Satanismus

. Der atheistische Satanismus bezeichnet verschiedene Strömungen, die sich positiv auf die Figur des Satan beziehen, oft als Symbol für Individualismus, Freiheit und Rebellion gegen religiöse Normen, weniger als Anbetung einer realen Teufelsgestalt. Im Mittelpunkt stehen die Menschen mit dem Ziel nach Selbstverwirklichung, persönlichem Glück und dem Ausleben ihrer Gelüste. Die Rituale, für die der Satanismus bei vielen bekannt ist, dienen auch nicht dazu, einen Packt mit Satan zu schließen, sondern der psychologischen Entladung, der Verarbeitung von Emotionen oder der Fokussierung auf persönliche Ziele.

Im traditionellen Satanismus hingegen wird Satan als eine Art dunkle Gottheit angebetet und als Befreier der Menschen betrachtet. Diese Art des Satanismusses wird oft in kleineren Kreisen, auf ihre eigene Art, und nicht in Kirchen ausgeübt. Manche von diesen Gruppen versuchen Dämonen herauf zu beschwören, hier spricht man von okkulturellem Satanismus. Opfergaben exsistieren jedoch nicht, welche nur ein Mythos aus der Pop-Kultur sind.

Helena Fuchs